KandStimmen


AG Fahne

Kanton Aargau

Nationalratswahlen
23. Oktober 2011
KxKn
 Ständeratswahlen



Dr. Max Knecht, Wettingen
Grossratspräsident 1973/74
knechtmax@bluewin.ch
Termine:

8. August 2011
26. August 2011
Einreichnung der Kandidatenlisten Nationalrat
Anmeldung von Ständeratskandidaten
Bis zum 8. August 2011 sind 12 Listen mit Unterlisten eingereicht worden. Die Kandidaten sind noch nicht veröffentlicht worden.
15. August 2011 Anmeldung der Listenverbindungen Die Listenverbindungen sind eingegangen mit wesentlichen Aenderungen gegenüber 2007


23. Oktober 2011 Wahltag National- und Ständerat
27. November 2011 2. Wahlgang Ständerat

Ausgangslage zu Beginn des Wahlkampfes
auf Grund der Wahlresultate der Parteien im Kanton Aargau, in den Kantonen Bern, Baselland, Zürich und der Wählerumfragen im April und Juli 2011. Die Wähleranteile der Aargauer Parteien sind sehr stabil. Zu berücksichtigen ist, dass das Forum, welches 2007 einen Wähleranteil von 4.1 % erreicht hat, nicht mehr antritt, dagegen die Grünliberalen (GLP) und die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) neu an der Wahl teilnehmen.

  AG 07 Prog/GR AG BE 2010 BL 3.11 KR ZH  4.11 Progn. 4.11 Progn. 7/11 Progn. 8/11 Progn. 9/11 Mittelwert Ausgangslage
SVP 36.2% 36.4% 35.1% 39.3% 35.1% 37.5% 35.6% 34.3% 35.1% 36.5% 35.2% - 38.2%
SP 17.9% 17.6% 16.6% 15.0% 17.7% 16.2% 19.2% 17.0% 18.8% 17.2% 16.2% -  18.5%
FDP 13.6% 13.3% 12.5% 10.0% 11.0% 11.7% 11.1% 12.4% 12.0% 11.8% 10.7% - 12.5%
CVP 13.5% 14.0% 13.1% 10.5% 9.1% 11.8% 11.3% 14.0% 13.5% 12.4% 11.0% - 14.3%
Grüne 8.1% 8.1% 7.7% 9.5% 8.3% 12.0% 12.9% 11.6% 9.5% 10.2% 9.0% - 11.6%
EVP 4.2% 4.0% 4.1% 3.8% 3.1% 2.6% 2.6% 3.0% 3.4%   3.4% 2.8% - 4.0%
GLP 0.0% 3.5% 4.0% 4.0% 10.3% 5.0% 5.0% 5.0% 4.5%    4.3% 4.0% - 5.0%
BDP 0.0% 3.1% 5.2% 3.0% 3.4% 2.0% 2.0% 2.0% 3.1%    3.1% 2.5% - 3.5%
  93.5% 100.0% 98.3% 95.1% 98.5% 99.6% 99.6% 99.2% 99.9% 97.5%  


AG 07
Prog/GR AG
BE 2010
BL 3.11
KR Zürich 4.11
Prog 4.11
Prog 7.11
Prog 8/11
Mittelwert
Ausgangslage
 Wähleranteile Nationalratswahle 2007 Kanton Aargau
  Prognose Nationalratswahlen 2011 auf Grund der Resultate Grossratswahlen März 2009          
  Prognose Nationalratswahlen 2001 auf Grund der Resultate der Grossratswahlen im Kanton Bern 2011
  Prognose Nationalratswahlen 2011 auf Grund der Resultate Kantonsratswahlen im Kanton Baselland März 2011
  Prognose Nationalratswahlen 2011 auf Grund der Resultate Kantonsrat Zürich vom 4.4.2011
  Prognose Nationalratswahlen 2011 auf Grund der Wählerumfrage April 2011
  Prognose  Nationalratswahlen 2011 auf Grund der Wählerumfrage Juli 2011
 
Prognose  Nationalratswahlen 2011 auf Grund der Wählerumfrage August 2011
  Mittelwert der erfassten Wähleranteile
  Mögliche Wähleranteile der Parteien ohne Berücksichtigung der Listenverbindungen und des Wahlkampfes ab August 2011
Kandidatenstimmen 2007 Prognose Kandidatenstimmen 2011
Liste SVP
FDP
SP
 Grüne
CVP/ Forum EVP
EDU
SD
 KVP FAP SVP SP FDP CVP / BDP GP / glp / EVP UBR
1a / 1b SVP JSVP 942'792 920'000
2a / 2b / 2c SP JUSO Secondos 465'119 433'000
3a / 3b CVP JCVP 351'915 328'000
4a / 4b FDP JFDP 354'366 303'000
5a / 5b Grüne JGrüne 211'343 297'000
6a / 6b EVP JEVP 140'924   79'000
7 EDU   30'222 30'000
8 SD 17'287 16'000
9 BDP    52'000
10 SLB      5'000  
11 PP 5'000
12 GLP / JGLP 136'000
Forum 107'256
KVP 7'877
FAP 6'319
Total 1'297'158 676'462 459'171 140'924 17'287 7'877 6'319 950'000 433'000 303'000 385'000 512'000 26'000
Sitze SVP 6
FDP 2
SP 3 Grüne 1 CVP 3 Forum 0 EVP 0 EDU 0 SD 0 KVP 0 FAP 0 SVP 6 SP 2 FDP 2 CVP 2
BDP 0
Grüne 2
glp 1
EVP 0
UBR 0

Die Listenverbindungen unter den Parteien haben sich gegenüber 2007 markant verändert. Wenn man von einer etwa gleichen Stimmbeteiligung wie 2007 ausgeht, sind für ein Vollmandat rund 160'000 Kandidatenstimmen erforderlich. Das ergibt für die SVP 5, für die SP 2, für die FDP 1, für die CVP 2 und für die Gruppe Grüne/glp /EVP 3  Vollmandate. Die beiden Restmandate fallen an die SVP und die FDP.
Wählerumfragen geben eine Genauigkeit von 1 bis 2 %, in Einzelfällen können sie bis 4% neben dem Resultat liegen. Politanalytiker Michael Hermann meint, übers Ganze gesehen sind sie aber besser als ihr Ruf (Wahlen 2011 im Migros-Magazin vom 15.8.2011) 

Der Wahlkampf ist eröffnet

Mit  der Sitzverteilung kann sich jeder Kandidat seine Aussichten auf ein Mandat ausrechnen. Mark Balsiger gibt in seinem Buch "Wahlkampf in der Schweiz" Tips für die Kandidaten und ihre Wahlgremien. Prof. Dr. Roger Blum stellt fest: "Seit es die Arena und die Fernsehrunden der Parteipräsidenten gibt, kommt erstmals etwas wie ein nationaler, ... kantonsübergreifender Wahlkampf auf." Diese Feststellung bestätigt im Kanton Aargau vor allem die SVP, welche im August ihr 90-jähriges Jubiläum in Rothrist  mit Bundesrat Uli Maurer und am 18. September in Wettingen zum Jubiläum des Schweizerpsalms von Alberik Zwyssig mit einer Festrede von alt Bundesrat und Zürcher Ständeratskandidat  Christoph Blocher feiert. Und Ständeratskandidat Lieni Füglistaller präsentierte seine Kandidatur mit dem Zürcher Nationalrat Bertoluzzi.


"Der Wahlkampf umfasst alle Aktivitäten eines Politikers oder einer Partei, die während der letzte zwölf Monate vor der Wahl unternommen werden." (Balsiger S.61).
Die SVP verzeichnet zwei Rücktritet. Einer davon ist jedoch durch die Kandidatur von Ständerat Maximilian Reimann als Nationalrat besetzt. Von den übrigen Kandidaten hat sich bisher nur Hansjörg Knecht in Inseraten vorgestellt.
Die SP tritt nach dem Verzicht von Doris Stump mit zwei Bisherigen an. Der dritte Sitz ist nach dem Verzicht auf die Listenverbindung mit den Grünen gefährdet.  Pascale Bruderer kandidiert als Ständerätin und würde bei einer Wahl  im Nationalrat einen Sitz freigeben. Als ernsthafte Bewerber stellen sich Cédric Wermuth mit Auftritten im TeleZüri, in der Arena und mit anderen häufigen Medienauftritten und Martin Killias, Professor an der Uni Zürich, einer der bekanntesten Experten der Schweiz, vor.
Die FDP verteidigt ihre beiden Sitze, auch ohne Listenverbindung wie 2007, mit Corina Eichenberger und Philipp Müller. Neue Kandidaten haben sich bisher nicht hervorgetan. Maja Wanner hat den persönlichen Wahlkampf mit einem 5-spaltigen Inserat eröffnet.
Die CVP verzeichnet einen Rücktritt, muss aber mit dem Verlust eines Sitzes rechnen. Der Ständeratskandidat Kurt Schmid könnte auch auf der Nationalratsliste eine beachtliche Stimmenzahl erreichen und überraschend eine der beiden bisherigen Nationalrätinnen verdrängen.
Die Grünen haben mit der Listenverbindung glp und EVP ihren Sitz von Geri Müller auf sicher und gute Aussicht auf einen zweiten Sitz. Bisher hat sich kein Kandidat dafür hervorgetan.
Die Grünliberalen (glp) haben gute Aussicht auf einen Sitz innerhalb der Listenverbindung, wenn sie die EVP an Stimmen überflügeln. Spitzenkandidat ist Peter Schuhmacher.
Die EVP wird sich mit der Rolle des Steigbügelhalters für die andern verbundenen Listen begnügen müssen. Diese undankbare Rolle hat sie bei der Abwahl von Heiner Studer bereits zu Gunsten der CVP inne gehabt. Spitzenkandidaten sind Tochter Lilian Studer und  der Ständeratskandidat Roland Bialek.


Mobilisiere 5 neue Wähler/innen!

Die SVP Schweiz ruft die SVP Aargau auf, 5'000 neue Wähler zu mobilisieren. Die Tatsache, dass 50 % der Wahlberechtigten sich nicht um die eidgenössischen Wahlen kümmer und die Wahlliste in den Papierkorb werfen, obwohl es nur einen minimalen Aufwand bräuchte, eine Liste in das Wahlcouvert zu stecken und portofrei an das Wahlbüro zu senden, sollte alle Parteien alarmieren, neue Wähler zu mobilisieren. Wenn die SVP behauptet, nur SVP-Wähler seien gute Schweizer, könnte sie  eines Tages beantragen, alle Nichtwähler seien auszubürgern?



Unsere 100 Meinungsmacher
Sonderbeilage az vom 17. September 2011

Unter den 100 Meinungsmachern sind aus dem Kanton Aargau erwähnt:  4 Politikerinnen: Doris Leuthard, CVP, Bundesrätin,  Pascal Bruderer, SP, Nationalrätin und Ständeratskandidatin, Christine Egerszegi, FDP, Ständerätin, und Marianne Binder, CVP, Nationalratskandidatin, 2 Politiker: Urs Hofmann, SP, Landammann und Philipp Müller, FDP, Nationalrat, und ein Hoffnungsträger: Ulrich Giezendanner, SVP, Nationalrat  und Ständeratskandidat. Eine wohl brisante Auswahl!
17.9.2011